Freitag, 17. Juli 2009

Sag mir wo die Bilder sind...

...wo sind sie geblieben?

Das ging mir so durch den Kopf als mir beim Aufräumen eine Kiste mit alten Fotos in die Hände fiel.

Nun jeder der noch weiß was eine Musikkassette ist, hat sicher irgendwo solch einen Pappkarton mit den Erinnerungen seiner Jugend herumliegen.

Und wer so etwas nicht hat, der ist jetzt schon um das Vergnügen gebracht welches sich einstellt wenn einem dieser Schatz einmal wieder unvermittelt in die Hände fällt.

Beispiel gefällig? - Bitteschön:


Alles ich! - Ich in Farbe - Ich in Schwarzweiß - Ich auf Polaroid.
Aufgenommen irgendwann in den Sechzigern und Siebzigern (ja, ja - so alt bin ich schon). - Oder auch das Bild hier:


Zweifelsfrei ein altes Klassenfoto - um genau zu sein: Meine Realschulklasse 1978 (ich bin übrigens der Knilch ganz links außen). So weit, so schön - solche Bilder finden sich bei StayFriends zu hauf - aber die Rückseite findet man dort wahrscheinlich nicht:


Ich werde es mir jedenfalls, heute Abend mit Joshi, auf dem Wohnzimmerteppich bequem machen und den restlichen Inhalt besagter Fotokiste durchstöbern. Er findet das ganz sicher interessant.

Nur was macht mein Sohn in 40 Jahren? - Ich glaube nicht, dass man dann noch so einfach den Inhalt alter Festplatten, CD's oder DVD's herumzeigen kann. Alle Bilder von Junior und den Leuten die er kennt, sind nämlich mit digitalen Fotoapparaten gemacht und genau auf solchen Medien gespeichert.

Selbst von meinem Vater und meiner Mutter (Jahrgang 1914 & 1925) gibt es noch (wenn auch wenige) Kinderbilder:



Joshi, der immerhin 87 Jahre nach seinem Großvater geboren wurde, gehört heute tatsächlich zu einer Generation, die im Erwachsenenalter wahrscheinlich über weniger Bilder aus Ihrer Kindheit und Jugend verfügen wird, als es ihre Groß- und Urgroßeltern noch konnten. Und das, obwohl diese Kinder zu der am meisten fotografierten Generation überhaupt gehören.

Die Verantwortung dafür, dass dies doch nicht so kommt liegt bei uns, den Eltern dieser Kinder. Und es gibt wirklich nur einen Weg den wir gehen können: Wir müssen dafür sorgen, dass es - wie zu unserer Zeit - Abzüge auf Papier gibt. Sei es ganz klassisch, als einzelne Bilder; oder auch, etwas modernder als Fotobuch.

Und um Ganz sicher zu sein, sollten wir diese Bilder dann in einer alte Pappkiste auf dem Dachboden verstecken. Weil dann bleibt die Frage wo die Bilder geblieben sind nicht unbeantwortet....

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