Donnerstag, 30. August 2007

Freiheit als Preis der Sicherheit





Wenn ich die (mal wieder) aufgeflammte Diskussion über den "Bundes-Trojaner" verfolge, frage ich mich immer mehr nach der tatsächlichen Motivation hinter alle dem:

  • Terrorabwehr?
  • Organisierte Kriminalität?
  • Jagt auf Pädophile?

Natürlich will niemand (es sei denn er gehört zu einer dieser Gruppen), dass so jemand im Internet unbehelligt seinen Zielen nachgehen kann. Aber diese Leute werden wohl auch deshalb ins Feld geführt weil jeder, der die Maßnahmen gegen sie kritisiert sich unterschwellig dem Verdacht des Sympathisantentums aussetzt.

Ich glaube die wirkliche Motivation ist eine ganz Andere: Das Internet ist immer noch ein Bereich der sich einer umfassenden staatlichen Kontrolle entzieht. Wer nur halbwegs weis wie es geht, kann seine Aktivitäten problemlos verschleiern. Daran wird sich auch mit BundesTrojaner nichts ändern.

Denjenigen, deren Aufgabe nun mal die Bekämpfung von Verbrechen jeder Art ist, kann dies nicht recht sein, da man sich hier in einer Situation der Schwäche befindet: Der Alptraum eines jeden, für Sicherheit Verantwortlichen muß es sein, einmal erklären zu müssen warum er ein Ereignis wie die 3003 Toten vom 11. September 2001 nicht verhindern konnte.

Ich denke, dies ist die eigentliche Motivation hinter diesen Vorschlägen. - Es geht um die Angst seiner Verantwortung nicht gerecht zu werden.

Nur, was ist der Preis? - Stellen wir uns doch einmal die folgende Schlagzeile vor:


Nur das Rauchen versusacht noch mehr Tote als der Straßenverkehr. Also ist es doch nur verantwortlich gedacht dagegen etwas zu unternehmen - oder? (Versuch einer mal dagegen zu argumentieren)
Also, was tun? - Der Staat braucht Mittel um die Sicherheit seiner Bürger zu schützen. Aber genauso wichtig ist der staatliche Schutz der persönlichen Freiheit.

Und genau hier liegt das Problem: Die Sicherheit dardurch zu erhöhen indem man die Freiheit einschränkt ist eine menschliche Reaktion: Wer sich unsicher fühlt, fühlt sich auch unfrei. Wir müssen akzeptieren, dass das Eine der Preis des Anderen ist.

Aber wenn wir uns schon um unsere Sicherheit sorgen, dann sollten wir uns wenigstens um die realen Sicherheitsprobleme kümmern und erst mal das Autofahren verbieten....